Winterweide

Die Winterweide bildet einen Teil der Transhumanz. Wanderherden ziehen grossräumig durch tief gelegene und eher milde Regionen, wo sie Grasflächen nachweiden.

Winterweide Schafe David Gerke

In verschiedenen Regionen Europas und Asiens existieren Wanderherden, welche auch im Winter eine ausschliessliche Weidehaltung ohne Einstallung erfahren, so auch in der Schweiz. Zwischen 20 und 30 Wanderherden ziehen zwischen November und März im Mittelland und im Jura umher. Die Durchführung dieser Winterweide ist gesetzlich geregelt: Gebiete werden zugeteilt, Zeitpläne vorgegeben, Vorschriften erlassen.

 

Die Herden setzen sich hauptsächlich aus Frühlingslämmern zusammen, welche bis im Herbst die Schlachtreife nicht erreichten. Die Winterhirten kaufen diese vornehmlich von Bergbauern zusammen, für welche sich eine Ausmast dieser Tiere während der winterlichen Einstallung nicht lohnen würde. Die ausgesprochen extensive Weidehaltung ohne jede Zufütterung ist eine in höchstem Masse ökologische und tiergerechte Produktionsform mit einer langen Tradition. Durch die Wanderherden werden alte Grasbestände auf Wiesen und Weiden genutzt, welche im Herbst nach dem letzten Schnitt oder der letzten Beweidung nochmals ein Wachstum erfuhren. Diese Altgrasbestände blieben ohne Wanderherden weitgehend ungenutzt.

 

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