Tiergesundheit

Die Gesundheit seiner Tiere sollte für jeden Tierhalter im Zentrum stehen. Durch ungesunde Tiere entstehen keinerlei Vorteile, weder für Mensch noch für Tier, dafür aber zahlreiche Nachteile. Zu aller erst sind unbehandelte Krankheiten ein Tierschutzproblem. Kranke Tiere leiden und nehmen weniger Futter auf, wodurch auch Produktionseinbussen entstehen. Der Mehraufwand für Halter ist zudem beträchtlich, wenn Krankheiten nicht rechtzeitig behandelt werden und sich im Bestand ausbreiten. Gesunde Tierbestände sind deshalb in ureigenstem Interesse von Mensch und Tier.

 

Krankheiten des Schafes

Es gibt einige Krankheiten, welche typisch sind für Kleinwiederkäuer und besonders Schafe und die besonders während der Sömmerung auftreten können. Sie werden nachfolgend kurz vorgestellt. Selbstverständlich ist diese Auflistung bei weitem nicht vollständig.

Gämsblindheit (Infektiöse Keratokonjunktivitis IKK): Es handelt sich um eine bakterielle Infektion durch Mykoplasmen, welche in Schafbeständen sehr weit verbreitet ist. Typischerweise treten die Symptome während der Sömmerung auf, wo die Sonnenstrahlung intensiv ist. Die Infektion kann mit Antibiotika behandelt werden.

Schaf Gämsblindheit IKK Gariola David Gerke
Schaf mit Gämsblindheit

Moderhinke (Klauenfäule): Eine hoch intektiöse Klauenerkrankung, welche ausgelöst wird durch das Bakterium Dichelobacter nodosus (weitere Bakterien können daran beteiligt sein). Wird die Krankheit nicht behandelt (vollständige Entfernung des erkrankten Klauenmaterials, anschliessend desinfizierendes Klauenbad), kann sich im Extremfall das gesamte Klauenhorn ablösen und das Tier bleibt dauerhaft behindert. Sehr feuchte Witterung oder Weiden (Aufweichung und Verletzung des Klauenhorns) begünstigen das Auftreten ebenso wie sehr steinige Weiden (verletzungen im Klauenbereich, wo der Erreger eindringen kann).

Schaf Moderhinke Klauenfäule Dichelobacter nodosus David Gerke
Schaf mit Moderhinke (Klauenfäule)

 

 

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