Herdenschutz

Die Rückkehr der Grossraubtiere in die Schweiz, aber auch die Präsenz von vielen Hunden durch den starken Erholungsdruck seitens der Menschen, machen in vielen Gebieten einen effizienten Herdenschutz notwendig. Denn Schafe und andere Nutztiere haben durch die Domestikation einen Teil ihrer natürlichen Schutzinstinkte und -strategien verloren. Verantwortungsbewusste Tierhalter schützen deshalb ihre Tiere.

Wolf David Gerke

Für einen effizienten Herdenschutz gibt es kein Patentrezept. Je nach Herdengrösse, Geländestrukturen, Tourismus und weiteren Faktoren können verschiedene Massnahmen einzeln oder kombiniert eingesetzt werden.

 

Als direkte Schutzmassnahmen gibt es zwei Massnahmen:

 

- Herdenschutzhunde

 

- Zäune (in Form von Nachtpferchen oder engen Litzenzäunen)

 

Optimalerweise werden die Herden dauernd von Herdenschutzhunden begleitet und sind während der Nacht zusätzlich in elektrifizierten Flexinetzen eingepfercht.

Herdenschutzhund David Gerke

Damit Herdenschutzhunde ihre Schutzfunktion ausüben können, ist es notwendig, die Herde zusammen zu halten. Eine im Gelände verstreute Herde ist dagegen kaum schützbar.

 

Für den Zusammenhalt der Herde stehen zwei Varianten zur Verfügung:

 

- Hirten

 

- Zäune (meist Litzenzäune, für kurze und temporäre Orte auch Flexinetze)

 

In seltenen Fällen sind im Gebirge Geländekammern bereits vollständig natürlich abgegrenzt, so dass eine Herde auch ohne Zäune oder Hirten relativ geschlossen ist. Oft sind aber mindestens kurze Zäune notwendig. Ab einer gewissen Herdengrösse ist es arbeitstechnisch effizienter, einen Hirten mit Hütehunden anzustellen als zu Zäunen.