Ein ...

Ökologischer Jagdverein Schweiz (ÖJV)

... ist noch zu gründen.

Die eidgenössischen Jagdverbände, namentlich der Dachverband JagdSchweiz und der Schweizerische Patentjäger- und Wildschutzverband sowie einige seiner Sektionen, machen aktiv Stimmung gegen die Zunahme der Grossraubtiere in der Schweiz. Der Dachverband JagdSchweiz wurde sogar primär deswegen gegründet, um auf eidgenössischer Ebene stärker gegen Grossraubtiere auftreten zu können und sich für deren Regulation einzusetzen.

Jäger, die die Präsenz von Grossraubtieren dezidiert befürworten und der Ansicht sind, dass die Jagd grosse Rücksicht auf ökologische und tier-ethische Aspekte nehmen sollte, können daher kaum von diesen Verbänden vertreten werden. Die Gründung einer neuen Jagdvereinigung tut deshalb Not.

Eine Anmerkung sei an dieser Stelle zum Ökologischen Jagdverband e.V. in Deutschland gemacht. Dieser Verband, der einige tausend Mitglieder hat und aktiv in der Öffentlichkeit auftritt, hat ehrenwerte Ziele und gute Arbeitsansätze, etwa im Einsatz für ein generelles Bleiverbot auf der Jagd, gegen übermässige Wildfütterung und für Zurückhaltung bei der Jagd auf Füchse und Kormorane. Leider gibt es aber in diesem Verband auch starke Tendenzen dazu, forstökonomische Argumente mit ökologischen zu vermischen. Dies muss kritisch betrachtet werden, da manche Exponenten soweit zu gehen scheinen, Pflanzenfresser wie Rehe und Rothirsche als Schädlinge des Waldes zu betrachten. Damit nehmen sie praktisch die andere Extremposition zu den etablierten Jagdverbänden ein, die Grossraubtiere als Schädlinge des Wildes sehen. Dem teilweise geäusserten Motto Wald vor Wild muss vehement wiedersprochen werden. Das Ziel muss lauten Wald und Wild!